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Mein Weg zu Soulchange – und warum ich heute tue, was ich tue

Es gibt Momente im Leben, die alles verändern. Bei mir begann alles an einem Abend, an dem ich mit Anfang 20 auf meinem Bett saß und plötzlich eine tiefe Traurigkeit in mir aufstieg. Ich hatte gerade meine Ausbildung abgeschlossen, war ausgezogen, hatte all die Schritte getan, die man eben so „machen muss“. Und doch war da dieses Gefühl von Enge.


Mein Leben fühlte sich an, als würde ich in einer Maschine stecken. Schule, Ausbildung, Arbeit, irgendwann Heirat, Kinder und dann … ja was?

Ich sah ein lineares Leben vor mir, vorhersehbar, festgelegt. Wie Teig, der durch eine Nudelmaschine gedrückt wird und immer die gleiche Form bekommt.

Und ich wusste: Das bin ich nicht.

Ich habe damals geweint, weil ich gespürt habe, dass mich dieser Weg nicht erfüllt.

Aber ich hatte keine Ahnung, welcher mein Weg sein sollte.


Vom Suchen zum Spüren


Ich begann Supervisionen, ließ mich coachen und fing an zu fragen: Wer bin ich eigentlich? Was macht mich lebendig? Wo zieht es mich hin?

Mein Weg führte mich zuerst in die Persönlichkeitsentwicklung:

Systemik, Mentaltraining, der erste Kontakt mit inneren Räumen, die ich bis dahin nicht kannte.

Und mit der Zeit wurde klar: Ernährung begleitet mich schon mein ganzes Leben.

Ich wollte verstehen, wie Nahrung wirklich wirkt.

Ich lernte den westlichen Ansatz, studierte Regeln, Normen und Empfehlungen. Doch etwas fühlte sich falsch an. Wie sollten die „10 Regeln der DGE“ für jeden Körper gleich gelten? Wie kann es sein, dass es scheinbar für jeden Menschen die gleiche Lösung geben soll, obwohl wir doch alle so unterschiedlich sind?


Je mehr ich lernte, desto größer wurden meine Zweifel.

Und genau diese Zweifel haben mich auf meinen eigenen Weg geführt.

Die TCM brachte plötzlich Logik und Individualität in alles hinein. Zum ersten Mal ergab es Sinn, warum ein „gesundes“ Lebensmittel für den einen hilfreich ist und für den anderen belastend sein kann. Warum Haferflocken für manche Menschen Wärme schenken und für andere zu viel Hitze erzeugen. Warum Ernährung Medizin sein kann und warum sie nie etwas rein Körperliches ist.


Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, dass nicht der Mensch an einem Konzept scheitert, sondern dass viele Konzepte zu einfach gedacht sind, um der Komplexität eines Menschen wirklich gerecht zu werden.


Und dann kam Italien. Und der Fiat Panda.


Als der erste Lockdown kam, wusste ich: Ich halte das so nicht aus. Ich spürte, ich muss raus. Nicht davonlaufen, sondern auf etwas zugehen.

Also packte ich meinen kleinen gelben Fiat Panda, besorgte mir die notwendigen Unterlagen die für die Reiseerlaubnis notwendig waren und fuhr alleine über den Brenner nach Italien.

Meine erste große Reise allein mit dem Auto.

Ich hatte Angst. Und gleichzeitig wusste ich: Das ist ein Wendepunkt.

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In Italien machte ich meine erste 200-Stunden-Hatha- und Kundalini-Yogaausbildung. Ich hatte keine Vorstellung davon, was Yoga in seiner Tiefe wirklich bedeutet.

Ich dachte, ich mache eine Ausbildung und werde Yogalehrerin.

Heute muss ich darüber ein wenig schmunzeln.

Denn ich wurde stattdessen auf ein Feld geführt, dessen Größe ich bis heute kaum begreifen kann. Yoga hat mich verändert, aber vor allem hat es mich geöffnet.

Für Fragen, die größer waren als alles, womit ich mich bisher beschäftigt hatte.


Jivamukti – eine Tür, die ich gefunden habe. Oder sie mich?


Zurück in Deutschland stolperte ich eher zufällig in meine erste Jivamukti-Stunde.

Ich war maßlos überfordert.

Aber als das Harmonium erklang, bekam ich eine Gänsehaut, die mir bis heute in Erinnerung geblieben ist.

Ich wusste: Hier bin ich richtig. Das möchte ich lernen. Das möchte ich verstehen.

Und das möchte ich weitergeben.

Jivamukti brachte mich zum Veganismus. Nicht als Trend oder Ernährungsform, sondern als ethische Haltung.

Erst durch Sharon Gannon und David Life verstand ich Ahimsa wirklich.

Und plötzlich ergab vieles Sinn.

Die Dokumentation „Unser täglich Brot“ hatte mich Jahre zuvor bereits sechs Jahre vegetarisch leben lassen, weil mich die Bilder des Leids nicht mehr losgelassen hatten. Damals konnte ich nicht erklären, warum mich das so berührt hat.


Heute weiß ich: Freiheit und Frieden für mich können nicht existieren, wenn andere nicht frei sind.


Ernährung wurde für mich zu Aktivismus. Nicht dogmatisch, sondern ehrlich.

Jede Empfehlung trägt Konsequenzen.

Irgendwann wurde mir klar, dass ich nichts empfehlen möchte, das auf Leid, Ausbeutung oder ökologischer Zerstörung basiert.

Für mich kann Gesundheit nicht losgelöst von der Gesundheit unserer Erde und dem Wohlergehen anderer Lebewesen betrachtet werden.

Für mich endet Gesundheit nicht beim Menschen. Gesundheit schließt immer auch die Erde, die Tiere und die Welt mit ein, in der wir leben.


Es geht deshalb nicht darum, vier Kilo abzunehmen oder den Körper zu optimieren.

Es geht auch nicht darum, den nächsten Ernährungstrend zu verfolgen oder Menschen in ein weiteres Konzept zu pressen.

Es geht darum, Bewusstsein dafür zu schaffen, dass wir jeden Tag mehrfach die Möglichkeit haben, Freiheit zu wählen – auf unserem Teller, in unseren Gewohnheiten und in der Art, wie wir mit anderen Lebewesen und unserer Umwelt umgehen.

Eine Entscheidung dafür, in welcher Welt wir leben möchten.


Fühlen als Wegweiser


Wir leben in einer Welt, die uns abstumpfen lässt. Überreizt, hektisch und ständig überflutet von Bildern, Informationen und Erwartungen.


Wir funktionieren, wir erklären, wir rechtfertigen. Rein verstandesmäßig lässt sich nahezu alles rationalisieren: warum es in Ordnung sei, Tiere auszubeuten, warum Kriege geführt werden oder warum wir die Erde behandeln, wie wir sie behandeln.


Doch wenn wir wieder in unser Fühlen kommen, wird vieles plötzlich klar.

Wir spüren intuitiv, was richtig und falsch ist.

Wir erkennen, dass das, was der Verstand oft rechtfertigt, aus der Tiefe unseres Wesenskerns nicht stimmig ist.

Ernährung ist dabei nur ein Beispiel. Es geht nicht darum, dogmatische Regeln zu befolgen, sondern darum, zu verstehen, was wirklich passiert.

Darum, Bewusstsein zu erweitern, wieder in den eigenen Körper hineinzufühlen, Kontakt zu unserem Wesenskern zu bekommen und unsere Intuition und unser Mitgefühl zu stärken.

Denn ein Mangel an Mitgefühl und Empathie ist aus meiner Sicht die Wurzel vieler Probleme in unserer Welt.

Techniken wie Yoga Nidra oder Yin Yoga helfen dabei, diesen Zugang wiederherzustellen. Sie ermöglichen es, den Stresspegel zu senken, die innere Wahrnehmung zu schärfen und wieder zu spüren, was wirklich lebendig ist. In uns selbst und in allem, was uns umgibt.


Warum ich heute tue, was ich tue


All das: die Zweifel, die Tränen, die Umwege, die Supervisionen, die Ausbildungen, der Panda in Italien, die Ernährungslehren, Jivamukti, die Dokumentation, das Spüren und auch das Nichtwissen.

All das hat mich zu dem gemacht, was ich heute bin.

Ich begleite Menschen auf ihrem Weg zurück in die Balance.

Nicht, weil ich alle Antworten habe.

Ehrlich gesagt glaube ich nicht einmal, dass es auf die großen Fragen des Lebens immer eindeutige Antworten gibt.

Aber ich kenne die Prozesse.

Ich kenne die Zweifel, die Unsicherheit, die Umwege und die Momente, in denen man das Gefühl hat, überhaupt nicht zu wissen, wohin der eigene Weg führt.


Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn alles, was man bisher für richtig gehalten hat, plötzlich nicht mehr passt. Wenn man spürt, dass sich etwas verändern muss, aber noch keine Ahnung hat, wie.

Und genau deshalb kann ich Menschen oft dort begegnen, wo sie gerade stehen.

Was ich heute weitergebe, ist ein Angebot, verschiedene Wege zu eröffnen. Wege, die Körper, Geist und Seele wieder in Einklang bringen.

Es ist ein Prozess des Werdens.

Mein Angebot ist vielfältig: Yoga, Ernährung, Coaching, Massage. Aber im Kern geht es immer um dasselbe.

Einen Raum zu schaffen, in dem Transformation möglich wird.

Denn jeder Mensch ist anders erreichbar. Für manche ist es der Körper. Für andere der Atem. Für wieder andere das Essen, die Berührung oder die Stille.

Es sind unterschiedliche Türen. Aber sie führen alle in dieselbe Richtung:

Zurück in die Balance. Zurück zu sich selbst. Und damit auch zurück in eine bewusstere Verbindung mit der Welt.


Ausblick


In diesem Blog werde ich von nun an Einblicke in meine Arbeit, Erkenntnisse aus Ernährung und Yoga sowie Gedanken zu Balance, Achtsamkeit und Transformation teilen.

Außerdem findest du hier Informationen zu Kursen, Workshops, Retreats und Veranstaltungen.


Wenn du nichts verpassen möchtest, kannst du dich für meinen Newsletter eintragen. Dort teile ich Inspirationen, Reflexionen und alles, was Soulchange bewegt.

Ich freue mich, wenn du mich auf diesem Weg begleitest. 🌿💛

 
 
 

2 Kommentare


Liebe Stephanie,

herzlichen Glückwunsch zu deiner neuen Homepage🤗🌺

Sie ist wunderschön geworden und zeigt genau das was dich als Mensch ausmacht: Ruhe, Klarheit, Tiefe und ganz viel Herz.

Ich bin so dankbar Teil deiner deiner Stunden zu sein, sie miterleben zu dürfen. Sie haben mich wieder näher zu mir gebracht. Du bist ein ganz besonderer Mensch und hast die wundervolle Gabe mit deiner Stimme, deiner Art und deinem Sein einen Raum zu schaffen in dem man sich getragen, gesehen und einfach wohl fühlt. Ein Ort wo man nichts muss und einfach nur sein darf. Danke, das du dein Licht weitergibst. Danke für dich❣️

Ich freue mich so für dich!

Christine

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Antwort an

Du bist einfach so ein wundervoller Mensch ❤️

Ich danke dir sehr. Für deine Worte und dein Vertrauen. Vor allem danke ich dir, dass ich dich begleiten darf und es dich gibt. So schöne Worte, die mich sehr berühren. Ich danke dir sehr ❤️

Ich umarme dich ganz fest❤️❤️❤️

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